Warum?

 

Aus welchem Grund muß es nun auch noch einen Homepage sein. Gibt es nicht genügend Trash und Unrat im Internet? Müssen sich die nun auch noch daran beteiligen?“

 

Vor einigen Nächten wachte ich plötzlich auf und hatte ein unerfreuliches Gefühl in der Magengegend. Nein es war nicht vom Nikotin oder Alkohol. Ich weckte das rechts neben mir schlummernde Familienoberhaupt mit den Worten:

„Irgendetwas Entscheidendes fehlt in unserem Leben!“

Sie drehte mir mit den Worten „, Schlaf, uns fehlt Schlaf“ den Rücken zu und verfiel erneut in wonnige Träume.

 

Es ist nicht so, das ich unbedingt narzisstische Eigenheiten besitze. Aber trotz dem hatte ich das Gefühl, die Welt über das „World Wide Web“ zu erobern.

Ohne eigenen Homepage ist man doch heute niemand mehr. Man verliert den Anschluss an die Realität, auch wenn diese nur virtuell ist. Jeder gut sortierte Getränkemarkt bietet sein Gesöff im Internet dar, auch ein durchschnittlich beliebter Hobbit besitzt mehrere Internetseiten. Da muss doch was dran sein am being virtual!

 

Anderseits bringt die zunehmendeTechnisierung auch psychologische Nachteile. Vor tausenden von Jahrengab es noch keine Post, man kannte kaum einen Menschen der weiter als einen Steinwurf entfernt wohnte. Deshalb nennt man diese Zeit auch„Steinzeit“. Da man die Menschen, die weiter als einen Steinwurf entfernt wohnten, nun halt nicht kannte, gab es auch keinen Motiv, warum man wollte das sie einem schreiben. Das änderte sich vor 500Jahren mit der Geburt der POST (ital. Posta und lat. Posita). Ab da gab es die Möglichkeit, über weite Distanzen zu kommunizieren. Nun, damals noch in den Anfängen, machte es einem nichts aus wenn man mehrere Wochen keine Post bekam; es dauert halt alles seine Zeit. Aber moment mal, ist es den heute anders?  

Ach, tut nix zur Sache.

Die erste große Kränkung kam 1867 und zu verdanken haben wir sie

Alexander Graham Bell.  

Er erfand das Telephon und nun waren wirlive and on-demand. Tja, nun stellte man fest, man war zwar zu erreichen aber es meldete sich immer noch wochenlang niemand. Es gab einen Trost: Wahrscheinlich riefen die Leute ausgerechnet dann an wenn man auf der Arbeit, dem Feld oder beider Posita war. Auch dieser Irrglaube änderte sich schließlich durch die Erfindung der Anrufbeantworters und hiermit trug die Menschheit die einzigste Form der Selbstberuhigung zu Grabe. Jetzt wurde die harte Realität bekannt:

Niemand wollte einen erreichen!! Nein, das stimmt nicht ganz. Es gab auch damals schon Menschen, die sich einfach verwählten ...und auch damals schon mit Vorliebe dann, wenn man im Bett, unter der Dusche oder einfach auf dem Lokus (lat.Locus = Ort der Notdurft) war.

Doch spätestend seit Erfindung des Handys hat sich alles geändert. Man war erreichbar, auch am Ort der Notdurft. Nun erfährt man durch das gnadenlsoe Schweigen des “mobilen Knochen”: man ist gar nicht gefragt! Das sind katastrophale Ergebnisse durch die wir alle durch müssen.

Das nervös, hektischeTippen auf der Tastatur mit dem niederschmeternden Ergebniss: “Es liegen keine neuen Nachrichten vor”. Schrecklich.

 

Und all dieses setztsich bei der eigenen Hompage fort. Über den “Counter” wird gezählt, wie oft jemand unsere Seite aufgerufen hat. Aber was, wenn der Zähler bei jedem eigenen Besuch nur um eins höher ist, als beim letzten Mal, als ich auf unserer Homepage war? Was, wenn ICH der einzige Besucher unserer Familienpage bin? WAS??

 

Wir sind immer besser erreichbar. Überall auf der Welt.  

Stellt sich nun das Problem, ob es überhaupt jemanden gibt, der uns erreichen möchte.

 

Mir stellt sich nun zum Schluß die Frage: Was ist der Unterschied zwischen den Menschen in der Steinzeit und dem Menschen heute? Damals gab es keine technischen Möglichkeiten zur TELE-Kommunikation. Heute sind wir jederzeit erreichbar, jedoch will uns niemand erreichen. Jetzig die Antwort ist:

Wir haben die Zivilisierte Form derKommunikationslosigkeit

 

Nun also euch....hoffentlich sehr vielen... lieben Menschen, angenehme Zeit bei den Claspie´s

 

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